VIELFALT & GLEICHSTELLUNG

Gemeinsam aufeinander achten und Raum teilen.

Der LENDWIRBEL versteht sich als feministischer und inklusiver Verein. Wir beschäftigen uns bewusst mit patriarchalen, ausgrenzenden und diskriminierenden Strukturen und damit, wie sie auch in unserem eigenen Umfeld wirken können. Vielfalt ist für uns kein Zusatz, sondern eine Aufgabe, mit der wir uns kontinuierlich auseinandersetzen.

VIELFALT & GLEICHSTELLUNG

Vielfalt als Verantwortung. Gleichstellung als Mission. ​

Der LENDWIRBEL versteht sich als feministischer und inklusiver Verein. Wir beschäftigen uns bewusst mit patriarchalen, ausgrenzenden und diskriminierenden Strukturen und damit, wie sie auch in unserem eigenen Umfeld wirken können. Vielfalt ist für uns kein Zusatz, sondern eine Aufgabe, mit der wir uns kontinuierlich auseinandersetzen.

 

Dabei haben wir in den letzten Jahren selbstkritisch festgestellt, dass sowohl unser Verein als auch viele Projektbeiträge beim Straßenfest stark männlich geprägt waren. Gleichzeitig wissen wir, dass auch andere Perspektiven im öffentlichen Raum oft weniger sichtbar sind, etwa von FINTA* Personen, queeren Menschen oder Personen, die sich in bestehenden Strukturen nicht selbstverständlich wiederfinden. Das passt nicht zu unserem eigenen Anspruch und zeigt, dass Offenheit allein nicht reicht, wenn sich bestimmte Gruppen trotzdem nicht angesprochen oder eingeladen fühlen. Diese Erkenntnis hat bei uns einen Prozess angestoßen, in dem wir unsere Zugänge, Formate und internen Strukturen bewusster hinterfragen.

 

Deshalb setzen wir gezielt Schritte, um mehr unterschiedliche Menschen einzubeziehen und bestehende Ungleichgewichte abzubauen:

 

  • eigene FINTA* Netzwerktreffen im Rahmen der Straßenfestplanung
  • kuratierte Programmpunkte, um mehr Ausgewogenheit und Sichtbarkeit zu schaffen
  • Kooperationen mit antidiskriminierenden Awareness-Vereine (awaGraz)
  • Regelmäßige Reflexion unserer internen Rollenverteilungen

 

AWARENESS

Nur Ja heißt Ja!

Awareness ist für uns ein wichtiger Bestandteil des LENDWIRBEL Straßenfestes. Gemeinsam mit „awaGraz – Verein für Awarenessarbeit“ orientieren wir uns an bewährten Grundsätzen der Awarenessarbeit, damit ein Rahmen entsteht, in dem sich möglichst viele Menschen sicher, respektiert und ernst genommen fühlen. 

 

Für uns heißt das konkret:

 

  • Niemand soll mit Erfahrungen von Diskriminierung oder (sexualisierter) Gewalt allein bleiben müssen. Wir nehmen alle Anliegen ernst und hören zu.
  • Das Wohl und die Bedürfnisse von betroffenen Personen stehen im Mittelpunkt und wir unterstützen Betroffene, wenn sie dies möchten. 
  • Wir versuchen unterschiedliche Lebensrealitäten und Mehrfachbetroffenheiten zu berücksichtigen.
  • Wir bemühen uns möglichst diskriminierungssensibel zu handeln und ermutigen alle Beteiligten für einen gleichfalls respektvollen Umgang.
  • Nur Ja heißt Ja!

 

Dabei verstehen wir Awareness nicht nur als Anlaufstelle im Ernstfall, sondern auch als bewusste Gestaltung von Räumen. Öffentlicher Raum ist nicht für alle Menschen gleichermaßen zugänglich oder selbstverständlich nutzbar. Bestimmte Perspektiven, insbesondere von FINTA* Personen, queeren Menschen und anderen marginalisierten Gruppen, sind dort oft weniger sichtbar oder werden weniger gehört. Diese strukturellen Ungleichgewichte nehmen wir ernst und versuchen, ihnen im Rahmen des Straßenfestes aktiv entgegenzuwirken.

FINTA*

LENDWIRBEL ist (kein Boys Club, sondern) Raum für alle.

Durch das Akronym FINTA* sind Frauen*, sowie Inter*, nicht-binäre und Trans* Personen, sowie Menschen, die sich ohne Geschlechtsidentität erleben (“agender”) bezeichnet.
Auch andere Selbstbezeichnungen von Menschen , die sich nicht mit den gesellschaftlichen Kategorien männlich oder weiblich identifizieren, wie beispielsweise genderqueer, sind eingeschlossen. FINTA* werden (tendenziell) zur Zurückhaltung erzogen und männlich dominierte Netzwerke erschweren ihnen häufig Sichtbarkeit, Beteiligung und Mitbestimmung. Außerdem ist bewusstes oder unbewusstes Anspruchsdenken von Männern allgegenwärtig. Im Alltag beanspruchen sie ebenso wie auf Bühnen und in Organisationen Aufmerksamkeit, Raum und Ressourcen (nicht alle, aber tendenziell). Die Ergebnisse sind, überspitzt gesagt, Gender Pay Gaps, männlich dominierte Line-Ups und mehr Männer mit Namen Christian als insgesamt Frauen in deutschen Aufsichtsräten. 

 

Der LENDWIRBEL nimmt diese strukturellen Ungleichheiten sowie deren Hintergründe ernst und möchte es in seinem Wirkungsbereich anders machen. FINTA* müssen gleichberechtigt und sichtbar sein, gehört werden und mitbestimmen, im Alltag ebenso wie auf Bühnen und in Organisationen. Denn die Stadt und der LENDWIRBEL gehören uns allen und eine echte Gemeinschaft kann nur dort entstehen, wo alle zu Wort kommen können. 

 

Also: Bist du FINTA* und willst unser Straßenfest mitgestalten oder dich ganzjährig im Verein einbringen? Super! Egal ob für die Organisation, das Bühnenprogramm oder für Workshops – wir freuen uns auf deinen Beitrag.